1. Liberty Open: Die Premiere des mit 6000 Euro dotierten Ranglistenturniers wurde für den TC BW Bohlsbach ein voller Erfolg. Diana Marcinkevica und Marvin Schaber holen den Titel.


Der Freiburger Regionalligaspieler Marvin Schaber gab bei den Liberty Open auf dem Weg zum Turniersieg keinen einzigen Satz ab.Foto: Faruk Ünver 

Offenburg-Bohlsbach. Trotz brütender Hitze bekamen die Zuschauer bei den 1. Liberty Open auf der Anlage des TC BW Bohlsbach vier Tage lang hochklassigen Tennissport geboten. Die Siegprämie von jeweils 1300 Euro bei der mit 6000 Euro dotierten Veranstaltung gingen bei den Damen an die Lettin Diana Marcinkevica und bei den Herren an den Freiburger Marvin Schaber. „Das war klasse, wir sind sehr zufrieden mit der ersten Auflage des Turniers“, resümierte der TCB-Vorsitzende Patrick Klammer und kündigte an, die Veranstaltung in den kommenden Jahren im Turnierkalender des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) etablieren zu wollen. Dafür ist die weitere Zusammenarbeit mit der Agentur MatchMore und dem Hotel Liberty als Hauptsponsor vorgesehen.
65 Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland griffen auf der Anlage an der Festhallenstraße zum Schläger und lieferten sich im wahrsten Sinne des Wortes heiße Matches. Erfreulich aus Sicht des gastgebenden Vereins war der Achtelfinaleinzug von Lokalmatador Jan-Luca Disson, der sich dann knapp mit 6:7, 5:7 gegen Joshua Kehren (Solingen) geschlagen geben musste. Topfavorit Bastian Bross vom Regionalligisten TC BW Oberweier erreichte mit mühsamen Siegen gegen Enrico Haas (Freiburg) und Alexander Schwarzwälder (Karlsruhe) das Halbfinale, wo er auf den erst 15-jährigen Lieven Mietusch vom 1. TC RW Wiesloch traf. Als Bross das Break zum 5:4 im ersten Satz schaffte, schien er auf Kurs, verlor dann aber komplett den Faden und verlor 5:7, 1:6.Im Endspiel traf Mietusch auf den Freiburger Regionalligaspieler Marvin Schaber, der sich als Nummer zwei der Setzliste souverän durch das Turnier spielte. Im Halbfinale hatte er dem Hamburger Roman Rünger beim 6:2, 6:0 nicht den Hauch einer Chance gelassen. Das Finale begann ausgeglichen und es dauerte eine knappe Stunde, bis der Breisgauer den ersten Durchgang mit 6:4 gewonnen hatte. Dann machten sich bei Mietusch Schulterprobleme bemerkbar. Der Teenager versuchte zwar noch weiterzukämpfen, doch beim Stand von 0:1 und 0:30 im zweiten Satz musste er den Strapazen der drei Turniertage Tribut zollen und Schaber zum Turniersieg gratulieren.

Bei den Damen ging die langjährige lettische Fedcup-Spielerin Diana Marcinkevica als haushohe Favoritin an den Start – obwohl sie am Freitag noch beim ITF-Damenturnier im englischen Aldershot um Weltranglistenpunkte kämpfte und in der Nacht zum Samstag mit dem Auto aus dem Vorort von London anreiste. Die Müdigkeit war der 31-Jährigen zwar zwischenzeitlich anzumerken, trotzdem gab sie auf dem Weg ins Finale nur sieben Spiele ab. Auch das Endspiel gegen die Münchnerin Sabrina Rittberger schien die Lettin möglichst schnell erfolgreich hinter sich bringen zu wollen, denn nach weniger als einer halben Stunde hatte sie den ersten Satz mit 6:0 gewonnen. Doch dann kämpfte sich ihre Gegnerin ins Match und die Zuschauer bekamen viele lange Ballwechsel und enge Aufschlagspiele zu sehen. Nach 1:45 Stunde verwandelte Marcinkevica ihren ersten Matchball zum 6:0, 7:5.

Bericht vom 22.08.2023 hier